Isabel Pin

Rezensionen



Isabel Pin beweist, dass man ausdrucksstarke Kunst auch schon für ganz kleine Kinder machen kann, wenn man es denn kann.

Thomas Linden, Eselsohr, über Die Geschichte vom kleinen Loch




Eine einfache, kurze Geschichte, ausdrucksstark gestaltet, die oft angesehen und vorgelesen werden kann. Zwei- bis Dreijährige lieben Wiederholungen. Gespannt verfolgen sie die Geschichte bis zur Lösung des Rätsels und freuen sich dann auch daran, dass sie die schon längst kennen. Die Aufmachung in kartonierten Seiten, mit dem Krater, der durch die Seiten geschnitten ist, zeigt sich robust genug, Kindern dieses Alters standzuhalten. Die Geschichte vom kleinen Loch hat das Zeug zum Lieblingsbuch auf dem allerersten Bücherregal.

Karl-Heinz Behr, Großes Rätsel um ein kleines Loch (Die Zeit, 30. Oktober 2008)




Die Dreiunddreißigjährige ist kein unbeschriebenes Blatt auf deutschen Lesetischen; ihr Bilderbuch ‚Ein Regentag im Zoo‘ hat wohl so manchen Regentag im Kinderzimmer überbrücken helfen. Nun also zeichnet sie uns ein Loch, denn wir wollen der Einfachheit halber einmal bei dieser Bezeichnung bleiben, um nicht schlauer wirken zu wollen als die kluge Autorin und der zuverlässige Verlag. (....) Was für schöne Bilder Isabel Pin findet!

Andreas Platthaus, Der große Durchblick (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Januar 2009)




Wer Kinderbücher sucht, der hat häufig nur die Wahl zwischen quietschbunter debiler Niedlichkeit auf der einen Seite und neo-alternativer Beschaulichkeit auf der anderen Seite. Bei den Kinderbüchern von Isabel Pin kann man sich von beidem erholen. (…) Weder malt sie realistisch noch absurd, um sich dem angeblich surrealistischen Naturell der Kinder anzubiedern. Es gibt ein Hauptfeld des Bildes, um das herum viel Platz bleibt, auf dem wenige, kleine Details auffallen können. In diesen findet man Grazilität und Feingliedrigkeit. (…) ‚Ein Regentag im Zoo‘ ist ein Pappbilderbuch zum Ausklappen: von der Gebäudeform ausgehend kann man raten, welches Tier sich im jeweiligen Haus befindet und dann den Gebäudeumriß aufklappen, um nachzuschauen, ob man richtig vermutet hat.

Fabian Kettner, Jenseits von Buntplüsch und alternativem Pseudorealismus. Über Isabel Pins schöne Kinderbücher (Literaturkritik.de, März 2007)




Pins Idee, jedem Tier sein passgenaues Domizil zu geben, ist so alt wie die Erfindung des Geigenkastens und wirkt bei der in Berlin lebenden Künstlerin dennoch so originell und inspirierend wie nur Weniges auf dem weitgehend ramschigen Markt von Papp & Klapp. (…) Es ist die schöne, sehr fein abgestimmte Farbigkeit der einzelnen Bilder, das aufregende Spannungsverhältnis der verschiedenen von Isabel Pin verwendeten Maltechniken, die Ein Regentag im Zoo zu einem einzigartigen und nicht nur für Tierliebhaber interessanten Buch machen.

Thomas David, Glück zwischen Papp & Klapp. Die Jury von ZEIT und Radio Bremen stellt vor: Isabel Pins Bilderbuch „Ein Regentag im Zoo“ (Die Zeit, 12. April 2006)




Es ist ein niedliches Durcheinander in dieser Familie, rührend gemalt mit Sinn für Details und einem souveränen Umgang mit großen, leeren Räumen, wie man ihn etwa von de Chirico kennt. (…) Und wer genau hinschaut, wird in den Batman-Figuren die Pop-Art und in einer Blumenvase samt Buntstiften Spuren von David Hockney finden. Dies alles gleichsam nebenher in Szene gesetzt.

Freddy Langer, O mein Gott, Tom!!! (zu Als alle früher nach Hause kamen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Januar 2007




Als alle früher nach Hause kamen ist Kunst im tieferen Sinne des Wortes. Literarisch überzeugt die schlichte Sprache der Ich-Erzählung, die sich konsequent an Toms Blickwinkel hält. Das nüchterne Design der Illustrationen bietet im wahrsten Sinne des Wortes viel Raum, träumen doch die meisten Kindergärten und Familien von so großen Räumen und so viel Platz, wie hier dargestellt wird. Isabel Pin übt sich in der Kunst der Reduktion auf das Wesentliche, so dass eine vielschichtige Geschichte über den Umgang von Erwachsenen mit Kindern entsteht.

Matita C. Leng, Isabel Pin: Als alle früher nach Hause kamen (Literaturzirkel.eu, Februar 2007)




‚Du Gruselgorilla!‘ regt zu einem kreativen Umgang mit starken Emotionen an und zeigt, wie sich diese lustvoll und spielerisch in Sprache fassen lassen. Schimpfen ist wichtig, denn ‚[s]chimpfen tut gut! Schimpfen lindert die Wut!‘ Doch es handelt sich nicht nur um ein Schimpfwörterbuch, sondern – sprichwörtlich von der anderen Seite betrachtet – auch um ein Liebeswörterbuch: Das Buch umdrehen, und der Gruselgorilla wird zum Schmusegorilla.

Lou Heer, Du Gruselgorilla! – Du Schmusegorilla! (Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien)




Kurz und gut, das Buch ist ein herrlicher Spaß für Jung und Alt, zum gemeinsamen Anschauen ebenso geeignet wie zum Alleine-vor-sich-hin-Schwärmen oder -Schäumen. Und das ganz ohne pädagogischen Zeigefinger, völlig wertfrei und höchst brauchbar. Man muss ja nicht immer bei der Lektüre eines Bilderbuches etwas fürs Leben lernen, obwohl, auch Werben und Beschimpfen will gelernt sein. Wer den pädagogischen Überbau dann doch nicht ganz außer Acht lassen kann: Nun, das Jonglieren mit Sprache hat noch niemandem geschadet, im Gegenteil!

Beate Mainka, Verbalunterstützung für Liebende und Wutentbrannte (zu Du Gruselgorilla! – Du Schmusegorilla!, Titel - Kulturmagazin, 11. März 2010)




Es ist unglaublich, welche Wirkung diese Bilder und diese seltsam verschrobenen Geschichten an deren Rand erzeugen. Wunderbar zu beobachten ist nur eins: Dieses Buch wird sehr schnell zu einem Schatz, den es immer wieder zu entdecken gilt. Wer dies ebenfalls erleben will, sollte sich dieses Werk von Heinz Janisch und Isabel Pin unbedingt zulegen.

Stefan Erlemann: Eine Wolke in meinem Bett (Media-Mania.de, 2007)




Wer in der Bilderwelt der Verwandlungen von Isabel Pin mitspielt, wird auf der letzten Doppelseite zwischen den Häusern, Straßen, Autos, einen Baum, eine Schaukel und zwei Kinder entdecken und dazu ganz zart linierte Figuren, die das Mädchen herbeierzählt hat, während der Mond weitergewandert ist. Kein Zweifel, Geschichten der Poesie wachsen manchmal auf Bäumen und vor allem in Bilderbüchern.

Elisabeth Hohmeister, Was machen Fische in der Nacht? Ein wundersames Bilderbuch stellt Fragen an die Fantasie (zu Eine Wolke in meinem Bett, Die Zeit, 22. November 2007)




In konsequenter Knappheit inszeniert Isabel Pin diese fantastische Geschichte als Augenreise. (…) In ihrer Interpretation der Geschichte erweckt ein Kind Dinge zum Leben. Isabel Pin setzt auf die Kraft der Fantasie, die im Moment des scheinbaren Stillstandes, vielleicht sogar der langen Weile, wunderbar zu wirken beginnt. Es ist ein Buch, das zum Gefährten wird.

Bitte, schau mich an! ruft das Buch. Die Jury von ZEIT und Radio Bremen stellt vor: Antonie Schneider/Isabel Pin „Kleiner König, wer bist du?“ (Die Zeit, 04. November 2004).




In ‚Das Karussell‘ (...) gewinnen die angedeuteten Formen von Pferdchen, Löwe und weißem Elefanten beim Blättern regelrecht an Fahrt und man fühlt förmlich den Fahrtwind, den das Karussell erzeugt.

Angelika Ohland, Alles ist gut! Neue Bilderbücher (taz Magazin, 14. Juni 2008)




Die Poesie Rilkes ist von zarter eindringlicher Schönheit und entführt den Leser in die Welt der Kindheit, in die Welt der Fantasie, in das Land‚ das lange zögert, eh es untergeht‘. Isabel Pin ist es gelungen, dies in entsprechende Bilder umzusetzen, die ihren ganz eigenen Reiz entfalten (…)

Sabine Seip, Poesie für Kinder: Das Karussell (Media-Mania.de, 2008)




Die Faszination durch die Reiseerlebnisse der Früchte entsteht (...) zum großen Teil auch aus der bildnerischen Umsetzung der Verse durch Isabel Pin. (...) Es scheint, als habe Isabelle Pin über die Absurdität der Verse von Antonie Schneider zu einer neuen Freiheit gefunden, die eine kompositorische Kraft freisetzt und das Detailhafte zurückdrängt.

Jens Thiele, Melone mit Krone. Visuelle Poesie von Antonie Schneider und Isabel Pin (Die Zeit, DIE ZEIT, 13. März 2008)




In der modernen Kinderliteratur ist das Genre des ABC-Buches zum Spielfeld geworden von findungsreichen AutorInnen und nicht minder innovativen IllustratorInnen. Jürg Schubiger und Isabel Pin stellen sich mit ‚Zebra, Zecke, Zauberwort’ in diese Traditionsreihe. Und sie tun es auf fabelhafte Weise. Da sind Jürg Schubigers Zweizeiler – zu jedem Buchstaben einer –, die das unterste Viertel der Seiten für sich beanspruchen. Und da sind Isabel Pins Bilder, die den Rest der Doppelseiten ausfüllen und das Kunststück vollbringen, Verspaare miteinander zu verbinden, die nichts miteinander zu tun haben.

Christine Tresch, Zebra, Zecke, Zauberwort (Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien)




Isabel Pin hat ein wunderbar leichtes Buch über die ganz besondere und ebenso alltägliche Vater-Kind-Beziehung geschaffen, bei der es vor allem um eines geht – zusammen zu sein.

Stefanie Eckmann-Schmechta, Wenn mein Papa weg ist (Kinderbuch-Couch.de, 2007)




Starford und Ahsin über „Der Kern“

Zwei junge Videoblogger aus Neuseeland rezensieren das Buch.